Frühling

Eisige Kälte, diese und auch letzte Nacht
keine Blätter mehr, so stehst du da, ganz allein.
Der Frost nahm dir dein Kleid und der Wind hat dich ausgelacht,
bist so groß, doch wärst lieber unsichtbar und klein .

Eisige Kälte, weiche Flocken fallen auf die Erde,
deine Äste werden sanft mit weiß bedeckt.
Keine Hoffnung bei dem, was noch kommen werde
sie will einfach raus die Kraft die noch in dir steckt.

Alles still, nur der Wind singt sein Lied
kein Lebenszeichen weit und breit,
schon hundert mal erlebt, aber weißt nicht was mit dir geschieht,
hoffst nur das sie bald beginnt, die neue Jahreszeit.

Schon im Morgengrauen hast du es gespürt ,
das wird das Ende und ein neuer Anfang sein.
Ein Sonnenstrahl hat deine Pracht berührt
bis tief in die Wurzeln drang er in dich ein.

Warme Wind lässt deine Knospen sprießen
die erste Sonne löst die Kälte in dir drin
der Regen ganz sanft will er deine Wurzeln gießen
neue Hoffnung doch keiner weiß ,wo führt sie hin

 

Copyright by S. Meinel